Lange habe ich überlegt ob ich das Thema überhaupt aufgreifen soll. Meine Gedanken werd ich euch aber mitteilen.
Ich bin gewiss kein Freund von Verbrechern schon gar nicht von Kinderschändern, aber bewegen wir uns noch am Rand der Legalität? Wenn ich nach heinsberg/Randerath blicke befürchte ich bald einen Bürgerkrieg der nicht zuletzt auch von Neonazis provoziert wird. Wie soll man das nennen was dort abgeht ?
Den Entschluss des Landrates kann ich nur zu gut nachvollziehen, ja ich heisse ihn sogar gut. Er hat die Bevölkerung gewarnt, wäre da mal in Köln bei dem Einsturz des Stadtarchives jemand so ehrlich gewesen und hätte den Menschen erzählt auf welcher Zeitbombe sie leben wäre vielleicht auch dort einiges anders verlaufen, aber ich weiche vom Thema ab.
Der Landrat Stefan Pusch hat warscheinlich nicht mit dieser heftigen Gegewehr gerechnet. Die Menschen gehen auf die Strassen und beginnen eine Hetzjagd die nicht mehr schön ist. Sie werden zu Tieren und ich behaupte einfach mal sie würden ihn lünchen wenn sie ihn in ihre Finger bekämen. Aber gerade für diese Menschen hab ich als Mutter sehr viel Verständnis. was wenn der kinderschänder wieder zuschlägt? Wer garantiert die Sicherheit der Kinder ? Niemand ! Weil niemand weis wie es im Inneren des Täters aussieht.
Damit wir uns nicht falch verstehen auch ich fordere ihn zurück ins Gefängnis oder zumindest in Sicherheitsverwahrung zu bringen. Mitinsaßen gegenüber soll er Drohnungen in Richtung der geschändeten Kinder ausgesprochen haben, schon das alleine zeigt mir er ist nicht geheilt.
Natürlich bin ich kein Psychologe aber muss man in diesem Fall einer sein? Wieso brauchen die Mühlen der Justiz wieder so lange muss noch ein Kind zu Schaden kommen ehe man eingreift ?
Jetzt gibt es täglich Demos am Haus des Täters, aber schon lange geht es hier nicht mehr um ihn sondern um ein politisches Podium zu schaffen. Denn wie sonst soll man sich erklären das es plötzlich von Rechten nur so wimmelt wo doch sonst Heinsberg nur einen NPD Vertreter im Kreistag hat?
Eure sachliche Meinung würd mich jetzt mal interessieren.


Hallo Tiffy,
ich kann Deinen Beitrag da nur voll und ganz unterschreiben. Ich lebe in der Nähe von Randerath und bekomme so auch beinahe täglich durch die lokale Presse mit, was da vor seiner Haustür passiert.
Am vergangenen Samstag gab es dort wieder einen großen Neonazi-Aufmarsch und die Polizei war mit über 400 Leuten im Einsatz.
Das Handeln von Stephan Pusch heiße ich ebenfalls gut. Was ich nicht gutheiße ist, dass man Neonazis diese Lobby gibt, sich dort öffentlich für ihre Belange einzusetzen (in diesem Fall ging es lt. hiesiger Presse um die Wiedereinführung der Todesstrafe).
Leider werden uns in diesem konkreten Fall deutlich die Grenzen unserer deutschen Justiz vor Augen geführt:
1. Wir haben (zunächst) keinerlei Handhabe gegen einen nicht therapierten und uneinsichtigen Vergewaltiger, wobei man händeringend auf den Beschluss zur Sicherungsverwahrung hofft. Er ist per Gesetz im Moment ein mehr oder weniger freier Mensch, da er mit seinen über 17 Jahren Haft seine Strafe abgesessen haben soll.
2. Wir müssen einen NPD-Aufmarsch hinnehmen, weil das eben (leider, leider) auch eine Form der freien Meinungsäußerung ist. Wir müssen mitansehen, wie diese Neonazis die schlechte und aufgeheizte Stimmung in Randerath für Ihre Interessen nutzen. Und kein Gesetz kann das verhindern.
Das ist schon traurig, wenn man da mal tiefergehend drüber nachdenkt. Aber das ist die Kehrseite unserer Demokratie, die ansonsten natürlich auch größtenteils Vorteile bringt.
Von: Susili am März 23, 2009
um 11:58